Kleine Theaterstrasse 10, Tel. 040 342353

30. September bis 8. Oktober – 30. Filmfest Hamburg

Karten an unserer Kinokasse und online unter www.filmfesthamburg.de!

Das Metropolis ist Filmfest-Kino und traditionell die Heimat für die »Hamburger Filmschau«, das Schaufenster für Filme »Made in Hamburg«. Und noch weitere Filme aus den verschiedensten Sektionen stehen mit ihren vielfältigen Themen auf dem Programm.

Der Balkon als Bühne der Absurditäten: In sechs Episoden erzählt Anja Gurres’ Balconies von dem mal tragischen, mal komischen Alltag von Hamburger:innen. Dem Alltag entfliehen will Albert Lichtenstern in seiner Hauptrolle in Kiezjargon – Leonidas von Regisseur Il Kang. Dabei bietet ihm das Laufhaus »Palaise Cherie« Zuflucht. In die U3 entführt Nicolaas Schmidt sein Publikum in First Time [The Time for All but Sunset – Violet]. An die Bahnfahrt, die geprägt ist von Begegnungen, Blicken, Stille, Noise und Musik, schließt die Performance-Uraufführung Cinemoon an. Zu einem »Escape-Room-Abenteuer«, das sich als perfides Verhaltensanalyse-Experiment entpuppt, nimmt uns Pascal Schröder in The Social Experiment mit, während sich in Janek Riekes Beule alles um Risse in der perfekten Beziehung dreht. Die Mockumentary A Film About Couples (»Vitrina«) greift die Problematiken der Partnerschaft der Regisseurin Natalia Cabral und des Regisseurs Oriol Estrada auf und zeigt, wie das Projekt nicht nur die Liebe füreinander neu definierte. Auch das Anderssein steht bei den Filmen im Zentrum, so lässt die Regisseurin Ann Oren ihrer Hauptfigur in Piaffe (»Große Freiheit«) einen Pferdeschwanz aus dem Steißbein wachsen, und in der Dokumentation Casa Susanna (»Transatlantik«) zeichnet Sébastien Lifshitz die Freiheit in den Lebenswegen einiger US-amerikanischer Transpersonen nach. Weitere drei Dokumentationen zeigt das Filmfest Hamburg im Metropolis aus der »Veto!«-Sektion: Martin Herring und Mike Lerner beleuchten mit Klarsfeld: A Love Story zwei Leben, die bis heute gegen den Faschismus kämpfen. In My Imaginary Country tritt der chilenische Altmeister des politischen Dokumentarfilms Patricio Guzmán durch die Protagonist:innen dem Staat entgegen.

Die Welt von Dschihadisten bringt Zayné Akyol dem Publikum in Rojek nah, indem Extremisten über ihre Ideologie, ihre Erfahrungen und Motivationen für ihre Taten sprechen. Politischen Inhalt in »Veto!«-Manier bieten auch The Eclipse von Nataša Urban und How to Blow Up a Pipeline von Daniel Goldhaber. Unterschiedliche Identitäten, Sprachen und Erzählungen bietet die reichhaltige Sektion »Kaleidoskop«: Amerikatsi von Michael Goorjian öffnet als subtile Politsatire den Blick auf die armenische Diaspora in den USA, Inna Sahakyans Aurora – Star wider Willen thematisiert den armenischen Völkermord, Beyond the Wall von Vahid Jalilyand erzählt auf kafkaeske Weise von einem Leben im Iran und das Regiedebüt von Mikko Myllylahtis The Woodcutter Story vom Leben in Skandinavien. Hinzu kommen Künstler:innenporträts, in denen das Schaffen von Douglas Sirk (Douglas Sirk – Hope as in Despair von Roman Hüben) und Jane Campion, the Cinema Woman, abgebildet durch Julie Bertuccelli, im Mittelpunkt stehen. Ergänzt wird die Sektion durch die Vorführungen von Gfrasta und Struggle als Doppelvorstellung und What is Love von der Filmemacherin im Fokus Ruth Mader. Außerdem wird der Film The Student (»Vitrina«) von Santiago Mitre gezeigt, der ebenfalls im diesjährigen Gegenwartskino im Fokus beleuchtet wird. Zum spanisch- und portugiesisch-sprachigen Kino gehört auch Life Lasts Two Days von Leonardo Mouramateus. In den Sektionen »Asia-Express« und »Voilà!« wird jeweils ein Film gezeigt: Die französischen Talente werden von Geneviève Albert mit Noémie Says Yes vertreten und die asiatischen mit Autobiography von Makbul Mubarak.

Weitere Infos & Tickets auf:
filmfesthamburg.de